16.07.2026

Der Adolf-Munkel-Weg

Es gibt Pfade, die geht man nicht, um Distanzen zu überwinden, sondern um die eigene Perspektive zurechtzurücken. Der Adolf-Munkel-Weg am Fuße der Villnösser Geislerspitzen ist ein solcher Weg. Er gilt als einer der schönsten Höhenwege der Dolomiten – doch seine wahre Qualität offenbart sich erst, wenn man das Tempo herausnimmt.

Im Schatten der steinernen Riesen

Wer sich am Parkplatz Zans auf den Weg macht, lässt schnell den Trubel hinter sich. Der Pfad führt zunächst sanft ansteigend durch dichte, schattige Nadelwälder, in denen der Duft von Zirben und feuchtem Moos in der Luft liegt. Schritt für Schritt nähert man sich den gewaltigen Nordwänden der Geislergruppe, die fast senkrecht in den Himmel ragen.

Unterwegs geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um das bewusste Wahrnehmen der Details: das raue Gefühl des Dolomitgesteins unter den Fingern, das leise Murmeln der Gebirgsbäche und das monumentale Wechselspiel von Licht und Schatten auf den bleichen Felswänden. Der Weg schlängelt sich knapp unterhalb der Waldgrenze entlang und bietet immer wieder stille Plätze im weichen Almgras, die zum Innehalten einladen.

Am Ende der Wanderung bleibt nicht das Gefühl, einen Weg bezwungen zu haben, sondern die tiefe Ruhe einer Landschaft, die seit Jahrtausenden ihre ganz eigene Zeitrechnung hat.

Touren-Info

  • Start und Ziel: Parkplatz Zans / Waldschenke
  • Wegnummern: 6, 35, 28
  • Charakter: Mittelschwere Bergwanderung auf gut ausgetretenen Pfaden am Fuße der Geisler-Nordwände
  • Gehzeit: ca. 4,5 Stunden
    • Eine kürzere Variante führt von Zans entlang des Weges Nr. 36 zur Glatsch Alm und über 36 B und 35 bis zur Gschnagenhardt Alm und zur Geisleralm. Weiter auf Weg Nr. 36 zur Dusler Alm und zurück nach Zans. • Tourenlänge: 9 km • Gehzeit: ca. 3 Stunden
  • Beste Jahreszeit: Von Juni bis weit in den goldenen Oktober hinein

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Erfrischung im Einklang mit der Natur

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